Dieser Beitrag wurde aufgrund der großen Zustimmung neu Überarbeitet…
Möchte man die Gummibuchsen der beiden Schwingen instand setzen, stellt man schnell fest das diese nicht mehr zu bekommen sind. Das ist ein großes Problem. Einerseits möchte der verantwortungsvolle und sicherheitsbewusste Fahrer solch wichtige Bauteile am Fahrwerk natürlich in Ordnung haben, andererseits meckert spätestens der Pflichtbewusste TÜV Prüfer wenn er die ausgefransten Teile entdeckt.
Die Funktion
Die Buchsen bestehen aus einer innenliegenden Metallhülse welche an beiden Enden „Teller“ hat. Diese Teller sind am Rand konisch angefasst und halten die Gummibuchse in der Führung. Die Gummibuchse als solches schien konisch zu beiden Seiten an den Enden schmaler zu werden und ist mittig mit einer Art Nut versehen. Die Lagerung in der Schwinge wo die Buchse eingesetzt wird besitzt mittig eine Wulst welche die Buchse mit der Nut zentriert. So ist gewährleistet, dass die Buchse sowohl in der Lagerung als auch die Buchse mit der Metallhülse nicht im Motorträger hin und her wandern können. Dies sichert eine gute Führung der Schwingen im Fahrbetrieb und beim Ein- und Ausfedern.
Die Möglichkeiten
- Von manchen Händlern werden Buchsen anderer Modelle empfohlen, welche keine Metallhülse im inneren haben und offensichtlich kürzer sind. Dies kann zur Folge haben das die Schwinge nicht ausreichend geführt wird und die Schwinge in der Motorhalterung scharbt.
- Manche Fahrer gehen auch her und setzen beidseits universelle Buchsen in die Lagerung ein. Auch das fand ich keine adäquate Lösung.
- Man fertigt neue Buchsen anhand der Originalabmessungen an. Im Oldtimerbereich kommt es bekanntermaßen oft vor das Teile neu angefertigt werden müssen weil diese nicht mehr verfügbar sind. Ein TÜV Prüfer sagte dazu folgendes: In diesem Fall sollte man sich penibel an den Originalteilen orientieren und die TÜV Prüfer nehmen das so hin (Aussage ohne Gewähr…)
Baut man solche Teile nach, sollte man sich darüber im klaren sein das man hier normalerweise Bauartgenehmigte Bauteile selbst anfertigt.
Nichts desto trotz habe ich mich inspiriert durch einen Beitrag im ape-freunde.de Forum wo der User leider nicht mehr aktiv zu sein scheint selber an die Arbeit gemacht und diese Buchsen nachkonstruiert.
Download
Die Datei für 3D Drucker habe ich auf Thingiverse zum Download bereit gestellt. Ich weise ausdrücklich darauf hin das eine kommerzielle Vervielfältigung nicht erlaubt ist!
Hier ist noch ein Video als kleine Zusammenfassung der Schritte.
Ich habe für die Herstellung der Form einen Anycubic 3D-Drucker verwendet. Mit Abformsilikon goss ich die negative Form und mit 2-Komponenten Polyurethan die Buchse.
Hinweis:
Ich übernehme ausdrücklich keine Haftung für jegliche Umbauten. Die Ausführung und Reparatur werden vom jeweiligen Halter oder Betreiber der Fahrzeuge in eigener Verantwortung durchgeführt.
















